Der Ort
Ein Lager im Wald
Die Geschichte des Krankenlagers im Gremberger Wäldchen und der dort begangenen Verbrechen ist der Öffentlichkeit heute nahezu unbekannt. Abgeschieden und versteckt in einem dicht bewachsenen Waldstück am Stadtrand von Köln befand sich zwischen 1942 und 1945 ein Lager für erkrankte Zwangsarbeiter:innen aus Osteuropa.
Das Massaker
8. April 1945
Wenige Tage bevor die US-amerikanischen Truppen das rechtsrheinische Köln erreichten, erließ der NSDAP-Kreisleiter Alfons Schaller Anfang April 1945 den Befehl das Lager im Gremberger Wäldchen zu räumen.
Biografien
Lebenswege der Opfer
Schätzungen zufolge waren im Krankenlager mindestens 800 Menschen inhaftiert. Ungefähr die Hälfte von ihnen starb im Lager. Einigen gelang es, die grauenvollen Zustände zu überleben.
Hier sollen Biografien von Opfern, von Ermordeten und Überlebenden, vorgestellt werden. Es sind unterschiedliche Schicksale und Lebenswege. Sie alle wurden nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt und mussten einige Zeit im Lager im Gremberger Wäldchen zubringen.
Krankheit & Zwangsarbeit
„Nicht einsatzfähig“ und „abgesondert“
Das System der Zwangsarbeit war ein zentrales Element der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wuchs der Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland sprunghaft an: Millionen Männer waren an der Front und fehlten nun der Industrie und in der Landwirtschaft.
Erinnern
Der lange Kampf um Sichtbarkeit und Gedenken
Erinnerung ist kein selbstverständlicher Prozess. Das Gedenken an die Opfer des Lagers im Gremberger Wäldchen musste gegen Vergessen und Verdrängen erkämpft werden.